Die bizarre Welt der Indiegames

Die bizarre Welt der Indiegames

Ein gar nicht mal so neues, aber dennoch aktuelles Phänomen in der Spielewelt sind Indiegames, kurz für Independent Games, also “unabhängige Spiele”. Diese Unabhängigkeit der Spiele gilt den großen Publishern, die zwar eine Menge unvergesslicher Titel released, aber diese viel zu oft durch unattraktive Fortsetzungen verschandelt haben. Starre Vorgaben prägen den Markt, in denen kaum noch neue Blüten erblühen und uns Gamer verzaubern konnten. Zum Glück gibt es immer mehr Programmierer, die einzeln oder in kleinen Gruppen ihre eigenen Projekte realisieren.Dabei geht es kaum noch um das große Geld, sondern um das Projekt.

Das ist ein fruchtbarer Boden für kleine Spiele-Juwelen, denn diese Programmierer trauen sich, ganz neue Wege zu gehen und eigenwillige Stories zu verwirklichen, oder sie schaffen durch liebevolle Gestaltung und unvergleichliche Atmosphären echte kleine Kunstwerke. Viele Indiegames sind übrigens kostenlos, doch einige besonders gefragte Exemplare werden mittlerweile auch über entsprechende Shops für wenig Geld vertrieben. Die Masse und vor allem die Möglichkeit der eigenen Gestaltung, haben auch bizarre Varianten hervorgebracht, von denen wir euch ein paar vorstellen möchten.

“Limbo” – Düsterer geht es kaum

In diesem 2D-Side-Scroller übernehmt ihr die Kontrolle über einen Jungen, der plötzlich in einem ziemlich dunklen Wald aufwacht und völlig allein ist. Irgendwo treibt sich seine Schwester rum und die gilt es zu finden. Unterwegs in dieser von Graustufen geprägten Landschaft müsst ihr einigen Fallen ausweichen und das ein oder andere Rätsel lösen. Dabei seid ihr immer unterwegs in schaurig-mysteriöser Umgebung, die durch eine entsprechende Geräuschkulisse untermalt ist.

“Papers, please” – Totalitäre Grenzkontrolle

Wer öfter mal in Personenkontrollen gerät, kann jetzt den Spieß endlich mal umdrehen. Ihr spielt einen Kontrolleur an einem Grenzübergang des fiktiven Staates Arstotzka. Täglich neu instruierte Einreisebedingungen und der arstotzkaische Geheimdienst machen dabei die Spielzeit abwechslungsreich.

“FEZ” – Auf in eine neue Dimension!

Als kleiner süßer Zwerg namens Gomez hüpft ihr froh und munter durch eine zweidimensionale Welt, ohne an Böses zu denken. Doch eines Tages findet ihr ein mysteriöses Artefakt, das euch erlaubt, die flache 2D-Welt aus einer ganz neuen Perspektive zu erkunden. Dabei wird das Artefakt aber leider zerstört und eure Welt steht kurz vor ihrer Zerstörung. Eure Aufgabe wird es sein, das Artefakt wieder herzustellen und damit eure Heimat zu retten.

“The Stanley Parable” – Treibt den Erzähler in den Wahnsinn

Ihr spielt einen Angestellten namens Stanley, der begleitet von einer ständig präsenten Erzählerstimme durch ein Bürohaus wandelt. Dabei versucht der Erzähler stets, euch auf einen bestimmten Weg zu lenken. Ihr könnt euch nach diesen Vorschlägen richten, oder ihr marschiert eurer eigenen Nase nach. Egal wie ihr euch entscheidet, bis zu 18 verschiedene Endings warten auf euch.

Diese Indiegames sind jeweils für ein paar Euro zu haben, doch es gibt darüber hinaus einige sympathische kostenfreie Games, wie zum Beispiel Browsergames. Ein ganzes Arsenal findet ihr auf unzähligen Vergleichs- und Testportalen. “Farmerama” zählt zu den bekannteren Indiegames. Schlüpft in die Rolle eines Farmers und bewirtschaftet euren eigenen Bauernhof. Oder schult euren Sinn für Taktik und Teamplay in “Grepolis“, einem rundenbasierten Aufbau-Strategiespiel in dem eure griechische Provinz zu einem Weltreich formt. Ob Konsolen-, PC-, oder Browsergame, Indies sind nicht mehr aus der Gaming-Welt wegzudenken.