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Abonnement MMORPG: Kritik an der ESO Kritik

Abonnement MMORPG: Kritik an der ESO Kritik
Januar 13
12:30 2014

Ein Abonnement MMORPG versucht es dieses Jahr im großen Stil. Die Rede ist von ESO. Forbes sagt für dieses MMORPG voraus, es würde das größte Disaster in 2014 werden, weil es mit einem Abo-Modell startet. Sehen wir doch einmal genauer hin, was dort geschrieben wurde und machen daraus mehr, als nur eine Schlagzeile.

Elder Scrolls Abonnement Disaster

Am 02. Januar 2014 erschien im amerikanischen Online Magazin Forbes folgender Beitrag über das MMO Disaster 2014 „The Elder Scrolls Online“. Wir bekamen diese Meldung über Twitter und Facebook mit und stellten fest, dass genaues Hinsehen bislang leider nicht stattgefunden hat. Eine Kritik an der Kritik ist heute also von uns angesagt. Zuvor möchten wir jedoch bereits The Elder Scrolls Online beglückwünschen, denn bessere Werbung hätte es kostenlos kaum geben können.

Abo außer Mode

eso abonnement mmorpgFangen wir also an: Neben der Aussage, dass ein Abonnement für MMORPGs außer Mode sei, wurde im verlinkten Artikel auch erwähnt, dass MMOs als Genre noch nicht tot seien. Bis 2016 wird laut Marktforschung ein Wachstum von 10,4% für MMOs vorausgesagt. Der nächste Kritikpunkt liegt im vermuteten Budget von 200 Million US Dollar, die allerdings bislang nur ein Gerücht sind.

Was passiert, wenn es wahr ist und wirklich 200 Millionen investiert wurden? Ist es falsch, schlimm oder gar ungerecht große Summen in ein Projekt zu investieren? Heutzutage werden für weitaus schwachsinnigere Dinge Unmengen an Geld verpulvert. Viel sinnvoller wäre die Frage, ob das Budget optimal und nützlich eingesetzt wurde.

Niemand will ESO?

Leider „etwas“ am Ziel vorbei geht auch das Argument, niemand hätte nach einem Elder Scrolls MMO gefragt. „Who ever even asked for an Elder Scrolls MMO?“ Genau, aus diesem Grund gab es ja auch nicht mehrere Versuche, Skyrim so zu modden, sodass Multiplayerspielen möglich wird. Die Elder Scrolls Community vernetzt sich schon seit zig Jahren über das Internet. Nehmen wir an, ZeniMax/Bethesda hätte vorab keine Marktforschung für das Projekt betrieben und Investoren hätten ihr Geld aus heiterem Himmel und ohne irgendwelche Rückfragen auf den Tisch gelegt:

Vergleich mit SWtoR

Was macht man, wenn man überzeugen will und die Argumente ausgehen? Richtig, man sucht Vergleiche, um in diesem Fall die Untergangsprophezeihung komplett zu machen. Wie beim Star Wars MMO, solle auch beim Elder Scrolls MMO ein Beispiel für „overestimating your brand“, also die Überschätzung der eigenen Marke vorliegen. Zurück zu „keiner will ESO“: Selbst wenn dieses Projekt aus der Luft gegriffen war, wieso sollte man also nicht versuchen dürfen, ein neues und besseres MMO zu erschaffen?

eso ego perspektiveDie Entwickler hatten in ihren Interviews immer betont, dass es nämlich genau darum geht. Es wurden im letzten Jahr bereits mehrere Features erwähnt, die es so in einem Online Rollenspiel noch nicht gab: Das Crafting verfolgt eine andere Philosophie und ebenso die Charakterentwicklung. Der Megaserver greift soziale Aspekte eines MMOs auf und versucht diese mehr ins Zentrum zu rücken. Die Welt ist für Erkunder gemacht, wofür nicht einmal Quests nötig sind und Himmelsscherben nur ein Teil der Motivation darstellen. Abenteuerzonen und Dungeons mit voranschreitendem Storytelling hören sich ebenfalls nicht nach Copy & Paste an und die EGO-Perspektive wurde auch nicht in jedem x-beliebigen MMO umgesetzt.

Bislang kann man die beiden MMORPGs jedoch schlicht und ergreifend nicht miteinander vergleichen, weil dazu das eine, marktreife Produkt noch fehlt: The Elder Scrolls Online selbst.

„I’m not sure if it’s arrogance[…]“

Ein Abonnement anzubieten ist keine Frage des Trends oder der Arroganz. Es ist eine Frage der Qualität und diese wurde seitens ZeniMax schon mehrfach betont. Das Abonnement System selbst war nämlich gerade eine dieser Entscheidungen. Man will damit den Spieler davor verschonen, im Spiel ständig mit Euros konfrontiert zu werden. Die Atmosphäre, für welche Elder Scrolls Titel hoch geschätzt werden, soll dadurch erhalten bleiben.

Der Effekt

Ich wiederum bin mir nicht sicher, ob es vielleicht vielmehr die Arroganz des Schreibers war, in einem Wirtschaftsmagazin ein MMORPG bzw. dessen Entwicklerstudio anzugreifen. Auch wenn der Autor selbst das Spiel aufgrund der monatlichen Abo-Gebühr nicht anrühren wird: „No thanks.“, so hat er doch höchstwahrscheinlich die Mehrheit der interessierten ESO Fans dazu gebracht zu sagen: „Jetzt erst recht!“.

elder scrolls online mmoUm abschließend noch ein paar Dinge loszuwerden: Es geht nicht darum, ein Spiel schön zu reden, aber auch nicht darum, es schlecht zu machen. Ganz wichtig in diesem Fall: The Elder Scrolls Online ist noch nicht spielbar. Ab dem 04. April 2014 geht es los und dann wird sich entscheiden, ob Euphorie oder Schwarzmalerei berechtigt war. Das steht und fällt allerdings auch nicht mit Abonnement oder Free to Play Modell, sondern mit einem guten oder einem schlechten MMORPG. „Buh“ Rufe vor einer Vorstellung waren jedenfalls noch nie wirklich förderlich für die Darsteller.

Anstatt nur auf der Jagd nach Schlagzeilen zu sein, hätte man sich auch mit etwas sinnvollerem befassen können. Oder, man hätte zumindest eine Schlagzeile gewählt, die nicht durch wenige Zeilen geschlagen wird…

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9 Kommentare

  1. Lorghi
    Lorghi Januar 13, 13:54

    Dem kann ich nur zustimmen. Kaum steht ein neues großes MMO an kommen irgendwelche Analysten aus ihren Löchern & prophezeien dessen Untergang. Ich möchte mal erleben wie da eine positive Prognose kommt. Klingt für mich aber eher wie „Auf der MMO Welle mitreiten. „

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  2. Provi
    Provi Januar 13, 20:28

    Ich muss selber sagen, dass ich schon immer MMORPGs mit Abo-Modellen bevorzugt hat. Da zahlt man seinen monatlichen Beitrag und hat wie jeder andere Zugriff auf alles was es im Spiel gibt. Man ist nicht eingeschränkt und müsste nicht wie in F2P MMOs, die Einschränkungen mit extra Geld erst aufheben… Einzige wenn trotzdem kein guter Support oder keine gute Contentupdates kommen, dann wäre es blöd, aber das weiß man erst wenn das Spiel einige Zeit draußen ist!

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    • Miez
      Miez Januar 15, 11:13

      Hi Provi,
      also ich hab das Spiel am Wochenende getestet und es hat mich aus den Socken gehauen, zum Teufel mit der Bunten Comicgrafik ala WoW!
      Und nun zum eigentlichen Thema dem Support: Dieser ist schon jetzt ausgezeichnet, schon vor Release haben die ein Super Hilfe Zentrum auf ihrer Seite eingerichtet wo man wirklich schnell Antowrten auf seine Fragen findet und jetzt kommt der Hammer, in jeglichen Socialnetworks gibts eine Seite zum Spiel auf der sich auch jetzt schon um die zukünftigen User und ihre belange gekümmert wird!

      Ich für meinen Teil würde am liebst die nächsten 78 Tage Winterschlaf halten!

      Greetz Miez 🙂

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  3. Wildstar
    Wildstar Januar 15, 00:26

    das spiel is der größte dreck wenn ihr was richtiges zocken wollt bestellt das vor:

    der nächste WoW Killer ^^ World of WildStar (World of Warcraft 2.0)

    Wildstar bietet eine komplett offene Spielwelt an.
    Das einzige MMO der letzten Jahre mit einer offenen Spielwelt war glaube ich Rift. Anonsten hatten alle anderen MMO’s nach jedem Gebietswechsel Ladezeiten und waren teils sogar noch in Gebietsinstanzen unterteilt. Sowas stört stark, vorallem, wenn es bereits ein 9 Jahre altes Spiel hinbekommt.

    – In Wildstar wird es eine 2 Klassengesellschaft geben. Leute die mehr spielen sind besser und sehen mehr Content als die, die weniger spielen. Das wünschen sich derzeit viele, so wie es früher mal in WoW war.

    – 40er Raids.

    – Wird von ehemaligen WoW-Classic Leadentwicklern entwickelt.

    – Es soll ein WoW Classic 2.0 werden.

    Ganz ehrlich:
    Ich prophezeihe hier keinesfalls einen „WoW-Killer“. Aber Wildstar hat bis jetzt von allen anderen MMO’s der letzten Jahre die besten Argumente. Sie liefern genau das, was sich viele seit Jahren wünschen und was es seit Wotlk nicht mehr gibt.

    schaut mal hier!:

    – Bericht: WildStar macht World of Warcraft Konkurrenz:
    http://www.welt.de/spiele/article13551852/WildStar-macht-World-of-Warcraft-Konkurrenz.html

    (Anmerkung der Moderation: Bitte nicht so viele Links in Kommentare setzen. Zu viele Links werden gerne automatisch von Softwares als Spam eingestuft. Eine Website lässt sich auch beim Verfassen des Kommentars eintragen. Danke sehr 🙂 )

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  4. totaku
    totaku Januar 15, 03:10

    ich muss auch sagen mir sagt das abo modell viel mehr zu als f2p
    keine nervigen leute die den chat zu müllen oder sich ständig über p2w aufregen und auch keine supernervige stetige werbung über irgendwelche vip packete die das spiel einfacher machen oder kostenpflichtige „megafone“ die benötigt werden um im chat merh als nur die 3 leute die neben einem stehen zu erreichen

    nein ein gutes abo-model bleibt für mich das beste system in einem mmo

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  5. HellyChelly
    HellyChelly Januar 15, 09:52

    Das riecht förmlich als hätte da jemand Geld in die hand genommen um Kritik zu streuen

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  6. Hadjinim
    Hadjinim Januar 15, 12:50

    Ja, ich denke auch, dass das Abo-Modell die free to play – Modelle einfach dahingehend aussticht, dass ausreichend Mittel und Motivation vorhanden sind, auch ein paar Aspekte in eine Spielwelt einzubringen, die keinen unmittelbaren finanziellen (und damit schrecklich offensichtlichen) monetären Aspekt beinhalten. Diese Möglichkeit erlaubt erst eine stimmige und komplett einvernehmende Weltgestaltung. Sonst hat man immer den € / $ – Geist irgendwo rumschweben und mit seiner Präsenz die Immersion zerstampfen.

    Von daher – Abwarten, den Ball flach halten und sich selbst die Möglichkeit geben, von einer Welt gefangen zu werden. Und das haben alle Spiele der Elder Scrolls – Serie sehr überzeugend geschafft, bislang. Bei mir zumindest… 😉

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  7. Tobias Schiller
    Tobias Schiller Autor Januar 17, 16:36

    Sehr interessant, all eure Reaktionen und Meinungen zum Thema zu lesen. Nach all dem Durchforsten diverser Foren und Plattformen erscheint es mir leider dennoch so, als wären die P2P Unterstützer leider die immer kleiner werdende Minderheit… toll finde ich, dass euch das Spielfeeling in der Gesamtheit weiterhin sehr wichtig ist 🙂 Find‘ ich gut!

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