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Bitcoin-Mining – Gaming-Grafikkarten zweckentfremdet

Bitcoin-Mining – Gaming-Grafikkarten zweckentfremdet
August 03
07:38 2017

Als passionierter Gamer ist dir klar, wozu du eine möglichst schnelle Grafikkarte brauchst: Um die neuesten Games auf der höchsten Detailstufe genießen zu können. So weit, so gut. Das ist aber noch nicht alles. Wusstest du zum Beispiel, dass man mit der Grafikpower von AMD, NVIDIA und Co. auch Geld verdienen kann?

Grafikchips als virtuelle Spitzhacke

Den Computer arbeiten lassen, um Geld zu verdienen, ohne selbst etwas zu tun: Was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist längst Realität – zumindest, wenn man vom Erfolg von Krypto-Währungen wie dem Bitcoin überzeugt ist. Dieses digitale Geld, das im Juni kurzzeitig einen Wert von 3.000 US-Dollar pro Coin erreichte, entwickelt sich mehr und mehr zum ernstzunehmenden Dollar- oder Euro-Ersatz: Immer mehr Händler nehmen Bitcoins an, in Japan ist er seit April sogar schon gesetzlich anerkanntes Zahlungsmittel. Bitcoins und ähnliche digitale Währungen kann man über Online-Marktplätze erwerben – oder man kann sie selbst “schürfen”, und zwar mit dem eigenen PC.

Dazu benötigt man neben dem entsprechenden Programm die richtige Hardware. Besonders kommt es dabei auf die Grafikkarte an, die die Hauptlast des rechenintensiven Mining-Prozesses schultert. Prinzipiell sind schnelle Gaming-Grafikbeschleuniger vom Format einer Radeon RX 580, wie man sie z. B. bei cyberport bekommt, optimal für diesen Zweck. Falls du dir als Gamer in letzter Zeit eine RX 580 zulegen wolltest, kann es sein, dass du keine bekommen hast – fleißige Coin-Schürfer kauften nämlich angesichts des möglichen Profits die Bestände leer.

Keine Erfolgsgarantie

Bevor du jetzt allerdings direkt anfängst, deinen Heimrechner mal eben fix zur Gelddruckmaschine umzufunktionieren: Das Ganze klingt zwar super, hält aber ein paar Stolpersteine bereit. Erstens: Der Stromverbrauch beim Bitcoin-Mining ist extrem hoch – und wenn du mit deinem Gaming-PC schürfst, wirst du nicht reich werden, dazu bedarf es dann schon einer riesigen Rechnerfarm an einem Ort wie Island, wo Strom vergleichsweise billig ist.

Und selbst für die Betreiber der großen Bitcoin-Farmen ist die Sache kein Selbstläufer: Seitdem der Wert des Bitcoin im Juni seinen bisherigen Höchststand erreichte, ist der Kurs schon wieder um ein Drittel gefallen, bei anderen Krypto-Währungen wie Dash oder Ethereum sieht der Verlauf ganz ähnlich aus. Es ist eben nicht alles Gold, was glänzt.

 

Bildrechte: Flickr Bitcoin mining Marko Ahtisaari CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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