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Gamer Laptop oder Gamer PC – was lohnt sich mehr?

Gamer Laptop oder Gamer PC – was lohnt sich mehr?
Oktober 26
11:59 2017

Ist ein Gamer Laptop oder PC besser, wenn es um die Leistung geht? Diese grundsätzliche Frage wollen wir versuchen zu beantworten. Dabei gibt es auch ein paar Tipps, wie ihr euch einfach Geld sparen könnt und das Gaming Equipment an eure Bedürfnisse anpasst.

 

Gaming Laptop versus Gamer PC

Kurz gesagt: Für einen Gamer Laptop mit der gleichen Leistung muss man tiefer in die Tasche greifen, als für einen Gamer PC. Das hat mehrere Gründe. Vor allem aber liegt der höhere Preis von Notebooks zum Gamen an diesen Faktoren:

  1. Die Hardware muss kleiner sein, um im Laptop verbaut werden zu können
  2. Extrem hungrige Hardware (Stromverbrauch) ist beim Akku-Betrieb nicht so toll
  3. Einen Gamer Laptop selbst zusammen zu bauen ist kaum möglich

Nun kann man auf der anderen Seite natürlich anmerken, dass Gaming Notebooks mit kleineren Bildschirmen daher kommen und deshalb auch die Leistung nicht so gewaltig sein muss, wie bei einem PC mit großem Monitor. Das stimmt auch. Daneben plagt uns als Gamer mit einem Laptop aber vor allem eines:

 

Die Kühlung beim Gaming

gamer laptop nachrüstenAuf kleinem Raum muss das Notebook die Temperatur im sicheren Bereich halten. Ein PC-Gehäuse bietet hier deutlich mehr Raum, Luft und Möglichkeiten für den Einbau von Lüftern oder sogar Wasserkühlungen. Die Luftzirkulation in einem Laptop kann, wenn es um die Kühlung geht, einfach nicht mithalten.

So kann es passieren, dass ein neues Game auf einem etwas älteren Gamer Notebook zwar läuft, aber sich das System ab einer gewissen Temperatur abschaltet, um die Hardware vor Überhitzung zu schützen. Dem kann man eigentlich nur mit einem speziellen “Lüfteruntersatz” für Laptops entgegenwirken.

In manchen Fällen reicht es auch, wenn man die Lüftungsschlitze der Notebooks so frei wie möglich hält. Definitiv schlecht ist es, wenn ihr euren Laptop auf Polstermöbel legt und spielt. Schließlich können die Lüfter durch die Polster kaum Luft ansaugen bzw. abgegeben.

Bei einem Gamer PC schafft man bei Überhitzung leichter Abhilfe. Ein besserer Prozessor-Kühler, zusätzliche Lüfter am Gehäuse oder allgemein ein größeres Gehäuse wirkt hier meist Wunder.

 

Die Performance beim Spielen

Filme kommen auf einer Kinoleinwand einfach besser. Genau so verhält es sich beim Gaming. Wer zum Beispiel mit einem 15 Zoll Gamer Notebook spielt, gewöhnt sich irgendwann daran. Wenn du dann allerdings irgendwann auf bspw. 24 Zoll Bildschirmen das gleiche Spiel zockst, bemerkst du vermutlich schnell, was dir all die Zeit entgangen ist. Besonders bei MMORPGs, die zahlreiche Aktionsleisten benötigen, wird es auf kleinen Bildschirmen schnell viel zu voll.

Klar ist trotzdem: Wenn du jetzt einen aktuellen Gamer Laptop oder PC kaufst, wirst du das gleiche Spiel höchstwahrscheinlich in bester Auflösung spielen können. Zwar ist der Ausschnitt auf dem Notebook kleiner, aber dafür bist du schließlich auch mobil, stimmt’s?

 

Notebooks und PCs Nachrüsten

notebook nachrüstenBedenken sollte man allerdings immer, dass die Uhr tickt: Games nutzen auch in Zukunft die neuen Technologien und fordern entsprechend mehr Leistung, weil stärkere Hardware dies auch zulässt. Nachrüsten kann man zwar auch bei Notebooks, allerdings nur bei den wenigsten Marken wie bspw. Alienware. Ansonsten guckt man auf dem Laptop den Spielen beim Ruckeln zu und hat letztendlich nur eine Wahl: Grafik herunterschrauben oder ein neues Gerät kaufen.

Bei einem Gamer PC sieht das etwas anders aus: Hier lässt sich von der Grafikkarte bis zum Arbeitsspeicher quasi alles tauschen. So überleben stationäre Gaming Geräte meist deutlich länger, weil ältere Komponenten einfach ersetzt werden können.

Dafür benötigt man allerdings auch etwas Hintergrundwissen, damit der Austausch klappt und auch die richtigen Komponenten gekauft werden.

 

Gamer PC selber bauen

Wer selbst Hand anlegt, kommt meist deutlich günstiger weg und spart meiner Schätzung nach zwischen 200 -300 Euro. Wie realistisch das ist, lässt sich einfach prüfen. Sucht euch einen Fertig-PC und schreibt die Komponenten auf, die darin verbaut sind. Dann sucht ihr diese Komponenten einzeln zusammen und summiert das ganze. Hier findest du eine Anleitung für den Eigenbau PC von mir.

Besonders beachten solltest du beim Einkauf der Hardware-Komponenten, dass alles aufeinander abgestimmt ist. Der billigste Prozessor kombiniert mit der teuersten Grafikkarte ist eine Kombination, die dich kaum zufriedenstellen wird.

Ebenfalls gilt es zu beachten, welchen Arbeitsspeicher du dir zulegst. Nimmt das Mainboard nur noch DDR4-RAM, wirst du mit DDR3-RAM bereits beim Zusammenbau scheitern. Zwar passt eine Grafikkarte mit neuer PCI-Version auch auf ältere PCI-Slots, allerdings nutzt sie dann nicht ihr volles Potenzial.

Volt spielt beim Arbeitsspeicher ebenfalls eine wichtige Rolle. Wenn du RAM mit 1,65 Volt kaufst, aber dein Motherboard nur 1,5  Volt hergibt, funktioniert dein PC entweder gar nicht oder du leidest immer wieder an Bluescreens, die dein Spielvergnügen abrupt stoppen.

Fazit: Du sparst beim Eigenbau PC zwar Geld, aber benötigst auch etwas Hintergrundwissen bzw. Recherche und etwas Fingerfertigkeit. Wer das nicht hat und sich das Wissen auch nicht aneignen möchte, sollte bei vorgefertigen Gaming Systemen bleiben.

 

Letztendlich eine Lifestyle-Frage

Wenn Geld für dich keine große Rolle spielt, kannst du natürlich immer ein neues System kaufen und dir sogar einen Gamer PC sowie ein Gaming Laptop gleichzeitig leisten. Wer nicht zu den Reichen und Wohlhabenden gehört, wägt lieber ab und frägt sich:

  1. Bin ich hauptsächlich unterwegs oder zuhause?
  2. Spiele ich hauptsächlich unterwegs oder mache ich das nur daheim?
  3. Bist ich bspw. ein Außendienstler, der von Hotel zu Hotel zieht und von dort aus zocken will?
  4. Habe ich zuhause überhaupt genug Platz für einen Gamer PC samt Monitor?

Je nachdem macht ein mobiles Gamer-System, trotz der Leistungsabstriche, natürlich deutlich mehr Sinn. Wer aber letztendlich nur Unterhaltung für unterwegs sucht, sollte auch hier den Kauf eines Gaming Notebooks überdenken. Schließlich erscheinen immer mehr Spiele auch für Tablets und Smartphones. Da muss ein Laptop vielleicht nicht unbedingt sein.

 

Habt ihr Fragen zu diesem Thema oder vielleicht weitere Tipps zum Geldsparen beim PC Kauf? Gerne könnt ihr unten ein Kommentar hinterlassen – ich freue mich drauf! 🙂

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