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The Elder Scrolls Online bis 50 Test mit Bewertung

The Elder Scrolls Online bis 50 Test mit Bewertung
Mai 09
17:40 2014

Es ist soweit! The Elder Scrolls Online stellt sich im Schwergewicht den anderen MMORPG Größen. Unser Test mit vorläufiger Bewertung liefert handfeste Prognosen zum künftigen Kampfverlauf. Ring frei!

 

Die Elder Scrolls

Studiert man die geheimen Schriftrollen der Alten zu lange, kann Blindheit und Wahnsinn die Folge sein. Für das Online Projekt der Elder Scrolls Reihe haben die in 2007 gegründeten Zenimax Online Studios einen tiefen Blick riskiert: Fast 7 Jahre reifte das neue MMORPG heran. Nun stellt sich The Elder Scrolls Online einem harten Kampf, denn ein monatliches Abonnement kostet 12,99€ und die will nicht jeder ohne guten Grund bezahlen. Gibt es also genug gute Gründe oder hatte der Blick auf The Elder Scrolls seine bekannten und fatalen Folgen? Herzlich willkommen zu unserem Test!

 

Grafik: Hingucker oder Trauerspiel?

teso 1Die Grafik in The Elder Scrolls Online lässt sich sehr detailliert einstellen. So ist es auch möglich, das Spiel auf sehr unterschiedlicher Hardware flüssig zu spielen. Gute Computer, die in den letzten 4 bis 5 Jahren gekauft wurden, sollten mit Elder Scrolls Online keine Probleme bekommen. Betreten wir Tamriel mit den grafischen höchsten Einstellungen, erwartet uns eine Welt mit recht detaillierten Texturen und schönen Lichteffekten.

Die Texturen der Rüstungen anderer Spieler laden bislang nicht immer sofort mit, wodurch sich der Blick erst 1-2 Sekunden später schärft und alle grafischen Details angezeigt werden. Ansonsten lässt sich an der Grafik definitiv nichts aussetzen. Wer The Elder Scrolls Online mit Skyrim oder gar einer modifizierten Version dessen vergleicht, der hat nicht begriffen, dass bei einem MMORPG andere Regeln gelten und Kompromisse gemacht werden müssen.

 

Story und Quests

Bei vielen MMORPGs sind Geschichten und Quests wie einzelne Bonbons auf einem Tisch verteilt. Man pickt ein Bonbon heraus und nascht. Bei The Elder Scrolls Online kann man sich das eher wie eine Torte vorstellen. Jede Quest ist ein Tortenstück mit vielen verschiedenen Schichten, die sich in Geschmack und Konsistenz unterscheiden. Die Torte insgesamt ist in ESO eher als eine Stadt oder Region anzusehen.

Nach und nach futtert man also die einzelnen Queststücke und versteht dabei immer mehr die Größe des Ganzen. Dabei trifft man auf besondere NPCs, interessante Wendungen und Entscheidungsmöglichkeiten. Nicht immer erlauben Letztere ein freies Rollenspiele im Sinne von Gut und Böse bzw. Zu- oder Abneigung. Der ein oder andere Bug hatte sich ebenfalls noch festgesetzt. Allerdings muss man sagen, dass stark gegen die lästigen Fehler gekämpft wird – und das merkt man auch mit jedem Update.

 

Möglichkeiten

ESO BewertungSoll es gewöhnliches Questen sein oder vielleicht etwas mehr Crafting? The Elder Scrolls Online glänzt mit einem reichhaltigen Angebot an Unternehmungen. Das PvP macht Spaß, auch wenn es 4er Gruppen mit niedrigem Level relativ wenig Möglichkeiten bietet, direkt am Krieg der Allianzen mitzumischen. Ganz so schlimm ist das nicht, denn auch im PvP gibt es Dungeons, Himmelsscherben und Questgebiete, die reichlich zu tun bieten.

Im PvE Bereich ist es ebenfalls nicht nur das Stapfen von NPC zu NPC. Wer davon eine Pause braucht, zieht einfach so durch die Lande, sammelt Material für das Handwerk an allerlei Orten oder sucht nach Schatztruhen, die meist nette Beute bieten. An manchen Stellen endet jedoch der Entdeckerdrang durch eine unsichtbare Wand, die sich partout nicht überwinden lässt. Genau dieser Moment war ab und an eine kleine Ernüchterung des sonst sehr gut gelungenen Themeparks.

Desweiteren lassen sich unglaublich viele Bücher und Schriftstücke finden, die Leseratten einen tieferen Einblick in die Lore von The Elder Scrolls bieten. Einfach mal eine Runde Angeln am nächsten See? Auch kein Problem.

 

 MMO oder Singleplayer?

Der Spagat zwischen Singleplayer und MMO kann schmerzen, sofern man als Spiel darin nicht geübt ist. ESO will sowohl für Einzelgänger, als auch für Gruppenspieler genügend Spaß bieten. Das klappt auch in puncto Aktivitäten ganz gut. Probleme ergeben sich jedoch, wenn man als Spieler, der sich mit anderen im Voice Chat befindet, das Storytelling erleben möchte.

Hier merkt man letztendlich sehr deutlich, dass Beides manchmal einfach nicht funktioniert. Einer gut vertonten und erzählten Geschichte zuhören, während sich zwei andere Spieler im Voice Chat unterhalten, ist selbst mit Stummschalte – Funktion auf Dauer anstrengend. Will man wirklich in die Quests und die Geschichte eintauchen, sprich, den Singleplayer Bereich voll genießen, bricht vorübergehend der Kontakt zu Mitspielern ab. Dennoch – im Angebot hat ESO beides!

 

Endcontent

Am Ende der Reise stehen Veteranen Dungeons, die sich bislang herausfordernd anfühlen. Im PvP Bereich ruft Cyrodiil zu den Waffen. Ansonsten mutiert man einfach zum sammelwütigen Abenteurer, der Rohstoffe erntet, Schätze sucht oder bislang unentdeckte Höhlen erkundet. Kargstein als großes Endgame Gebiet steht ebenfalls in den Startlöchern und soll Veteranen nochmals ordentlich auf die Probe stellen. Bis wir auch das getestet haben, beschränken wir uns im Test auf die Inhalte bis Level 50 (bzw. Veteran 1).

 

Bewertung

Ein sehr gelungener Start ohne Crash, dafür bislang allerdings sehr merkwürdig erscheinende Wartungszeitpunkte. Gegenstände, Quests, Ziele, Erfolge… – The Elder Scrolls Online hat ein gigantisches Arsenal für eine lang anhaltende Motivation der Spieler. Auch wenn vermutlich einige Spieler die interessanten Quests wegdrücken, bis ins Endgame rennen und dann meckern, dass es nichts mehr zu tun gäbe – ESO macht es dieser Sorte Spieler wahrlich nicht leicht, diese Haltung einzunehmen.

Nicht alles was einst angekündigt wurde konnte gehalten werden, aber im Schnitt erscheint es so, als hätte es zum allergrößten Teil geklappt. Der Kampf gegen Bugs ist und bleibt eine große Herausforderung – in Anbetracht des Umfangs aber irgendwo nachvollziehbar. Spielstunden bekommt  man in The Elder Scrolls Online ordentlich zusammen und diese sind vollgepackt mit allem, was der MMOler sich so wünscht. Wir geben The Elder Scrolls Online insgesamt 93 Punkte (siehe auch Awards) und spielen fleißig weiter bis nach Kargstein.

 

Wir lesen uns wieder, sobald wir im Endcontent mehr getestet haben. Ob ESO unser Gipfelstürmer wird? Wir sind gespannt!

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Mein Name ist Tobias Schiller und ich bin Autor des MMORPG & Online Spiele Magazins. Hier gibt es Infos zu MMORPGs, Browser-Games und Free to Play Spielen auf deutsch auch in Form von Listen. 
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